Eckenberg - Gymnasium Adelsheim  

Verabschiedungen

Mit dem Ende des Schuljahres treten neben Schulleiter Meinolf Stendebach zwei Lehrerinnen in den Ruhestand ein: Instrumentallehrerin Beatrix Huber-Lohse und Hiltrud Deutsch, Lehrerin für Französisch und Deutsch, wurden vom Kollegium am letzten Schultag verabschiedet.

Ihr letztes Stück am Eckenberg-Gymnasium war äußerst heiter und ist sicher in diesem Sinne auch gemeint: Mit „Tico-tico no fubá“ des brasilianischen Komponisten Zequinha Abreu leitete Beatrix Huber-Lohse mit ihren Kolleginnen und Kollegen ihre ganz persönliche schulfreie Zeit ein.

Bei diesem wie auch bei anderen Stücken, die laut Schulleiter Meinolf Stendebach ausdrücklich für Beatrix Huber-Lohse gespielt wurden, spielte selbige mit. Für sie sei das eine „Selbstverständlichkeit“. Beim einleitenden Beitrag der Bläserklasse 6 allerdings war sie ausschließlich Zuhörerin. Die Sechstklässler verabschiedeten auf diese Weise ihre Instrumentallehrerin. Diese bedankte sich ausdrücklich für die Darbietung und wünschte den Kindern weiterhin viel Freude am Musizieren.

Bericht Pensionierung 2019.jpgBescheidenheit und Engagement sind wesentliche Merkmale der angehenden Pensionärin, hob Holger Ams hervor. Er sprach im Namen der Fachschaft Musik Dankesworte: „Du warst nicht nur absolut verlässlich in jeder Situation. Du hast immer da geholfen und mitgewirkt, wo es nötig war. Und nie warst du auf Lorbeeren aus!“

Beatrix Huber-Lohses Leben ist sehr eng mit dem Eckenberg in Adelsheim verbunden: Bereits ihr Vater war Instrumentallehrer am Aufbaugymnasium und legte ihr die Begeisterung und das musikalische Talent in die Wiege. Am Adelsheimer Gymnasium legte sie 1982 das Abitur ab. Das Studium von Querflöte und Klavier führte Beatrix Huber-Lohse nach Würzburg (Hermann-Zilcher-Konservatorium), ehe sie nach Zwischenstationen in der Region 1990 Instrumentallehrerin am Eckenberg-Gymnasium geworden ist.

Beatrix Huber-Lohse versprach, der Musik am Eckenberg-Gymnasium weiterhin eng verbunden zu bleiben. Der Weg zu den Konzerten ist nicht weit: Sie wohnt am Eckenberg.

„Fragen Sie Mitte der neunziger Jahre nochmal nach einer Stelle!“ So fertigte das Oberschulamt Tübingen Hiltrud Deutsch, gerade mit dem Vorbereitungsdienst fertig, Mitte der Achtziger ab. Es war zu diesem Zeitpunkt aussichtslos im Schuldienst eine feste Stelle zu bekommen. Studium in Mannheim und Portiers und Referendariat in Biberach und Ehingen sollten doch nicht umsonst gewesen sein?

Zupackend und optimistisch wie sie ist, überbrückte Hiltrud Deutsch die Jahre. Vertretungen und Erwachsenenbildung brachten ihr viel Praxiserfahrung. Die Umschulung zur Verlagsassistentin bei einem Schulbuchverlag brachte neue Einblicke, aber keine Abkehr von der Schule. Denn eins war laut Schulleiter Meinolf Stendebach klar, wie er augenzwinkernd sagte: Wegen der räumlichen Nähe (Hiltrud Deutsch wurde im Saarland geboren) habe sie bereits im Geburtsjahr beschlossen, Französischlehrerin zu werden.

Im Jahr 1996, also wie „empfohlen“, trat Hiltrud Deutsch schließlich den Schuldienst am Eckenberg-Gymnasium an – für Französisch und Deutsch.

Nach 23 Jahren hoch engagierter Arbeit für die Schule und an der Schule wird sie nun in den Ruhestand eintreten. Der Abschied fiel ihr sehr schwer, obwohl sie lachend meinte: „Ihr habt ja wirklich keinen Respekt vor mir. Ich wollte doch keine großen Abschlussbeiträge von euch!“ Ein umgedichtetes Musikstück (Fachschaft Französisch) und ein Wortbeitrag der Kollegen ihres zweiten Fachs hatten die vielen herausragenden Merkmale der erfahrenen Lehrerin herausgestellt. Zu ihren Ehren werde man sich künftig „Fachschaft Deutsch“ nennen, betonten die Deutschkollegen.

Hiltrud Deutsch sagte abschließend, es sei schwer in Worte zu fassen, was das EBG für sie bedeutete. Hier habe sie sich „immer aufgehoben“ gefühlt. Für diese Schule gelte tatsächlich der etwas aus der Mode gekommene Begriff „Schulfamilie“.

Auch Hiltrud Deutsch wohnt am Eckenberg, sodass künftig viele „Familienbesuche“ nahe liegen.

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