Eckenberg - Gymnasium Adelsheim  

Sechstklässler besuchen Synagoge

 

Synagoge_2019 (002).JPGAm ersten Freitag im Juli 2019 machten wir uns am Morgen mit der S-Bahn auf nach Heidelberg. Wir Religionsschüler der Klasse 6 hatten uns in diesem Jahr mit dem Judentum beschäftigt und passend dazu besuchten wir in Heidelberg die Neue Synagoge und einen jüdischen Friedhof. Unsere Gruppe ging zuerst in die Synagoge. Freundlich wurden wir am Synagogeneingang empfangen. Anschließend gab es eine Führung von Herrn Schmitt, einem jungen Studenten, der uns gezeigt hat, wie man als Jude lebt und an welche Regeln man sich halten muss. So hat er uns zum Beispiel erklärt, dass man nicht Käse und Fleisch zusammen zubereiten darf. Im Judentum wird auch kein Schweinefleisch gegessen, aber wenn man Gäste hat, die gerne Schweinefleisch essen, darf man anderen dies zubereiten. Alle Jungs haben in der Synagoge eine Kippa oder andere Kopfbedeckung getragen.

Während der Führung waren wir auch im Gebetsraum der Synagoge, in der die Gottesdienste stattfinden. Herr Schmitt hat uns sogar die Torarollen gezeigt, die schön in einem Stoffmantel mit einem sehr schönen Muster eingepackt waren. Er hat uns zudem einen Teil der Tora so vorgesungen, wie es im Gottesdienst üblich ist. Dies war sehr schön und beeindruckend.

Nach der Führung gingen wir auf einen jüdischen Friedhof. Dort haben wir einige Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zwischen christlichen und jüdischen Gräbern kennen gelernt. Zum Beispiel werden die Gräber der Juden nicht aufgelöst, sondern bleiben für immer bestehen. Die jüdischen Gräber haben auch selten Blumenschmuck. Es werden aber Kieselsteine von den Besuchern auf das Grab gelegt. Dieser Brauch geht darauf zurück, dass in früherer Zeit die Gräber zum Schutz vor wilden Tieren mit Steinen abgedeckt wurden. Wir haben uns zudem mit einigen Symbolen auf den Gräbern beschäftigt: Der Davidstern gehört heute zu den allgemeinen jüdischen Symbolen. Auf hebräisch heißt er Magen David (Schild Davids). Man kann immer wieder auch Bilder von Leuchtern auf den Gräbern sehen: Sie stehen für die Menora (siebenarmiger Leuchter). Sabbatlampen und Sabbatkerzen sind traditionell nur auf Frauengrabmälern zu finden. Da es ein Gebot an die Frau ist, die Sabbatkerzen anzünden.

Es war sehr spannend und schön an diesem Tag in Heidelberg.

(Alexander, Maya, Benjamin, Silja; Klassenstufe 6)

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